Weihnachten war immer schon mein Lieblingsfest im Jahr. Ich bin zwar kein großer Fan des Winters, aber der Advent mit all seinen Düften, den glitzernden Lichtern und süßen Keksen bringt meine Augen immer noch zum Leuchten! Leider hat sich mit dem Erwachsen werden auch immer mehr Stress und Anspannung in meine Vorweihnachtszeit eingeschlichen, welche die schönen Aspekte immer mehr in den Hintergrund rücken lassen.

Um nicht komplett von Druck und Verpflichtungen vereinnahmt zu werden, habe ich 5 Tipps gesammelt, die mir sehr dabei helfen zur Ruhe zu kommen und den Advent auch wirklich zu genießen. Vielleicht ist ja auch das Eine oder Andere für dich dabei :).

1. Weihnachten ist nicht das Ende der Welt

Vor und zu den Feiertagen häufen sich die Einladungen zu Punsch, Weihnachtsfeiern und Familienfesten. Man könnte fast meinen man hätte nur in diesen vier Wochen vor Weihnachten die Möglichkeit sich zu treffen und eine gute Zeit zu verbringen. Das sorgt schnell für Terminkonflikte und Stress, wenn man doch noch alles unter einen Hut bringen möchte. Ich habe für mich beschlossen, nicht mehr jede Einladung in dieser Zeit anzunehmen und einiges auch auf Jänner zu verschieben bzw. nicht alles auf die drei Feiertage zu legen. Geht nicht, denkt ihr? Ein paar Beispiele: Mein Partner kommt ursprünglich aus Deutschland, wo auch seine Familie lebt. Die Feiertage möchten er so wie ich natürlich (auch) mit unserer Herkunftsfamilie verbringen. Deshalb haben wir für uns einen guten Kompromiss gefunden. Wir beide feiern zu zweit, ganz in Ruhe und gemütlich unser Weihnachten schon am 4. Adventsonntag. Mit Christbaum und allem was dazugehört. Und den 24. Dezember verbringen wir jeweils getrennt voneinander bei unseren Familien. So können wir beide Feste richtig genießen, ohne nur von A nach B zu hetzen. Ein ähnliches Spiel gibt’s für meinen Geburtstag, den 26. Dezember. Am Tag selber wird mit Familie und Partner gefeiert. Freunde sind für diesen und die darum herum liegenden Tage aber nicht zu motivieren. Daher findet dieses Get-together immer erst im Jänner statt. Ist doch völlig egal, an welchem Tag man feiert, Hauptsache man feiert überhaupt – das ist zumindest mein Motto ;).

2. Wartezeiten sind geschenkte Zeit

Ich geb’s zu. Ich bin oft ungeduldig wenn die Schlange an der Kassa zu lang wird oder sich mein Auto im Schritttempo seinem Ziel nähern muss. Ich hab’s gern effizient und flott, man hat ja schließlich noch (1.000) andere Dinge zu tun ;). Ich merke aber natürlich wie unrund und unausgeglichen mich solche Gedanken machen. Daher versuche ich Wartezeiten bewusst als Geschenke anzusehen und die Zeit zu nutzen. Zum Beispiel für ein paar tiefe und genüssliche Atemzüge, einen Car Dance zu meinem Lieblingssong oder das bewusste Beobachten von anderen Menschen. Das macht den Kopf frei und wirkt wie eine Mini-Entspannungs-Session.

3. Spazieren gehen kann man nicht nur am Weihnachtsmarkt

So sehr ich die bunten Lichter und den intensiven Geruch von (gutem) Glühwein auch liebe, so sehr nimmt mich der Rummel der Christkindlmärkte auch in Anspruch. Daher lege ich auch bewusst mal Pausen vom Weihnachtswahnsinn ein und flüchte mich in die Stille der Natur. Wusstet ihr, dass Gewässer und grüne Bäume eine beruhigende Wirkung auf unser Gehirn haben? Letztere findet man im Winter zwar nicht so leicht – wenn man nicht gerade dabei ist den Christbaum auszusuchen, aber Erstere gibt’s selbst in Wien an jeder Ecke. Es gibt also keine Ausreden :).

4. Hilfe gibt’s nicht nur vom Christkind

Ich neige oft dazu vieles selbst zu machen, weil ich öfter das Gefühl habe es besser und schneller erledigen zu können. Oder es sich so gehört (wer sagt das eigentlich?). Hilfe anzunehmen ist aber kein Zeichen von Schwäche, sondern genau das Gegenteil. Ob diese von Freunden oder Verwandten kommt oder man auf professionelle Unterstützung zurückgreift, macht für mich keinen Unterschied. Also warum nicht den Einpackservice in Shops nutzen und die Wartezeit für Punkt 2 nutzen? Oder sich eine Stunde Zeit nehmen für ein heißes Bad, eine Massage oder ein gutes Gespräch mit Freunden oder einer professionellen Beraterin (Hint ;))? Warum nicht mal lieber etwas Geld in einen Babysitter investieren für Quality-Time zu zweit und dafür lieber bei den materiellen Geschenken sparen? Alles was wir investieren um Körper und Kopf frei zu machen ist gewonnene Zeit, weil es uns letztendlich dabei hilft mit Herausforderungen und Problemen besser umzugehen und mehr Energie für Punkt 5 zu haben.

5. Weihnachten ist das Fest der Liebe

Das bedeutet für mich, dass ich mich soweit möglich nur mit Menschen umgebe, die mir wichtig sind und Dinge mache, die mir Freude bereiten. Ich gebe zu, beides bekommt man natürlich nicht exklusiv und ausnahmslos. Aber man kann vieles selbst bestimmen. Dafür gibt’s dann auch fixe Termine im Kalender, zum Beispiel für die Kekse-Back-Session mit mir selbst am Sonntag Nachmittag oder die Weihnachtsfeier mit meinen Oldies im Pflegeheim. Wir haben selbst in der Hand, wie viel Zeit wir für uns selbst und unsere Bedürfnisse einplanen, wir müssen uns nur bewusst machen was uns wirklich Energie und Freude spendet und diesen Dingen dann auch Priorität einräumen.

 

 

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